Das Wunder von Essen Bearbeitungszeit: 2008 Auftraggeber: Stadt Essen in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW Die A40 verläuft in Essen mitten durch die Stadt. Für die Erneuerung der Stützwände entwickelte orange edge ein umfassendes Gestaltungskonzept, dass drei planerische Zielsetzungen verfolgte: es verbindet Elemente des Lärmschutzes, der Verkehrssicherheit und der Imageaufwertung an einem der zentralen Eingangsbereiche der Stadt Essen. Mit dem grünen Raster wird das graue Loche der Autobahn zu einem lebendigem Band, das auf psychologischer Ebene die Lärmschutzwirkung der Wandverkleidung verstärkt. Mit farblichen Variationen des Rasters werden die Fahrer auf Unfallschwerpunkte hingewiesen, indem ihre Wahrnehmung unbewusst auf den Stadtraum gelenkt wird. Zur Adresse wird die A40 durch eine emotionale Verdichtung des Gestaltungskonzepts über die Radioreportage des WM Endspiels von 1954. Fragmente der Reportage werden in textlicher Form in den Raum transportiert. Rahn müsste schiessen... // Rahn schießt! // Tor, Tor, Tor, Tor! Die Bilder, die dabei entstehen, erinnern nicht nur an den entscheidenden Torschützen Helmut Rahn, der in der Nachbarschaft der A40 wohnte, die Textfragmente thematisieren auch die kulturelle Bedeutung des Spiels für die Entwicklung der Bundesrepublik. Das Gestaltungskonzept bewegt sich innerhalb des engen Budgetrahmens von Straßen.NRW und illustriert, wie auch Funktionsbauwerke unter baukulturellen Gesichtspunkten erfolgreich und ohne Zusatzkosten gestaltet werden können.