Hot.Spots/Design Manual Heerstraße    Bearbeitungszeit: 2016, laufend Auftraggeber: Freie Hansestadt Bremen In Zusammenarbeit mit sbca Berlin und Ando Yoo Corporate Design Konzept + Rahmenpläne Heerstraßenzug Bremer Westen Bearbeitungszeit 2015- 2017 Auftraggeber Senat für Umwelt, Bauen und Verkehr Gröpelingen ist ein ehemaliger Hafenarbeiterstadtteil im Westen von Bremen, in dem heute viele (aber nicht ausschließlich!) Menschen mit Migrationshintergrund und Transferleistungsempfänger leben. Das erzeugt in den Köpfen ein eher negatives Image, das sich vor allem entlang der Heerstraße festmacht: Bisschen dreckiger als anderswo, bisschen schäbiger, viel Döner, viel Handy- Bling-Bling. Die Heerstraße ist nicht deutscher Durchschnitt, sie ist unter dem Durchschnitt. Aber ist das Postulat der gleichwertigen Lebensverhältnisse nach § 1 ROG nur dann hergestellt, wenn alle Stadtteile und Siedlungsräume auf den Bundesdurchschnitt gebracht sind? Wie viele soziale Unterschiede verträgt eine Stadtgesellschaft? Wann läuft Vielfalt aus dem Ruder?  ______________Schwere Fragen. Definitiv an der Grenze des Möglichen für Stadtplaner, die in ihren Veränderungsmöglichkeiten bisher eher auf den physischen Raum ausgerichtet sind. Für den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr wagen wir uns einfach mal ran. Gemeinsam mit der Agentur Sally Below und dem Landschaftsplaner Ando Yoo entwickeln wir bis Anfang 2017 ein Handbuch, das zeigt, wie das Image der Heerstraße geändert wird. Wir zeigen, wie die sichtbaren Zeichen für Armut und Stagnation schrittweise verschwinden. Im Verbund mit Partnern werden Vorschläge für neue Zeichen im Straßenraum entworfen, die zeigen, dass auch ein einfacher Stadtteil viel Lebensqualität und Lebendigkeit haben kann. Günstig, vielfältig, unfertig, anders, aber deshalb nicht schlechter.   Das sind noch nicht die Lösungen zu den ganz großen sozialen Fragen, die in der Aufgabe mitschwingen. Aber es ist ein Anfang. Und vielleicht ist ja gut, einfach mal anzufangen.